Unter dem Titel „Medienkompetenz stärken – aufwachsen mit Medien“ fand am vergangenen Dienstagabend eine gut besuchte Informationsveranstaltung für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 8 statt. In den Räumlichkeiten der FeG Bad Schönborn informierten sich interessierte Familien gemeinsam über Chancen und Risiken digitaler Medien und sozialer Netzwerke.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Schulsozialarbeiter Herrn Stefan Lautenschläger. Die inhaltliche Gestaltung übernahmen die Referenten Herr Rakip und Herr Hermann von der Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg. Ermöglicht wurde der Abend durch die freundliche Unterstützung der Sparkassenstiftung Kraichgau, die die Finanzierung der Veranstaltung übernahm.
Im Mittelpunkt standen aktuelle Fragen zur Nutzung von Social Media sowie zum sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Ziel war es, sowohl Eltern als auch Kinder in ihrer Medienkompetenz zu stärken und einen gemeinsamen Gesprächsrahmen zu schaffen.
Für die Eltern wurde anschaulich erklärt, warum Plattformen wie Instagram, TikTok, WhatsApp oder Snapchat eine so große Anziehungskraft auf Kinder und Jugendliche ausüben. Die Referenten beleuchteten dabei psychologische Bedürfnisse wie Kommunikation, Selbstdarstellung und Zugehörigkeit und zeigten auf, wie Algorithmen, Likes und personalisierte Inhalte das Nutzungsverhalten beeinflussen. Ebenso wurden Risiken wie Datenschutzprobleme, Cybermobbing, Cybergrooming und Suchtgefahr thematisiert. Praktische Handlungsempfehlungen – etwa zu altersgerechten Einstellungen, gemeinsamen Medienregeln, offener Gesprächsbereitschaft und der Vorbildfunktion der Erwachsenen – rundeten den Vortrag ab.
Die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern setzten sich intensiv mit dem Thema Privatsphäre und Sicherheit im Internet auseinander. Sie erfuhren, warum der Schutz persönlicher Daten wichtig ist, welche Informationen besser nicht geteilt werden sollten und wie Profile sicher eingestellt werden können. Darüber hinaus wurde besprochen, was mit Daten im Netz geschieht und welche Möglichkeiten es gibt, sich bei Mobbing oder unerwünschten Kontaktaufnahmen Hilfe zu holen. Hinweise auf Unterstützungs- und Beratungsangebote gaben den Jugendlichen zusätzliche Sicherheit.
Die Veranstaltung bot zudem viel Raum für Fragen und einen offenen Austausch. Viele Familien nutzten die Gelegenheit, das Gelernte mitzunehmen und als Gesprächsanstoß für den Alltag zu Hause zu verwenden. „Mit dieser gelungenen Veranstaltung wurde ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, Eltern und Kinder für einen bewussten, sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren und den Dialog zwischen den Generationen zu stärken“, so der Schulsozialarbeiter Herr Lautenschläger im Resümee.
