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„Fahrt in die Zukunft“: Realschule Bad Schönborn testet autonomes Shuttle auf dem Außengelände der ehemaligen Pflegeklinik

Zukunftstechnologie zum Anfassen: Im Rahmen des GINEVRA-Projekts „Fahrt in die Zukunft“, bei dem die Gemeinde Bad Schönborn als einzige deutsche Kommune seit drei Jahren vertreten ist, hatten etliche Schülerinnen und Schüler der Realschule Bad Schönborn die Gelegenheit, ein autonom fahrendes Shuttle hautnah zu erleben. Insgesamt sechs Klassen der Jahrgangsstufen 5, 6, 8 und 9 nahmen an den Testfahrten auf dem Außengelände der ehemaligen Pflegeklinik teil und erhielten dabei spannende Einblicke in die Mobilität von morgen.

Ziel dieses Projekts zum innovativen Fahrerlebnis ist es, automatisierte Mobilitätslösungen im realen Umfeld zu demonstrieren, Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig Bürgerinnen und Bürgern – insbesondere jungen Menschen – einen verständlichen Zugang zu dieser Technologie zu ermöglichen. Durch die Durchführung auf einem abgegrenzten und kontrollierten Gelände konnten die Testfahrten unter optimalen Sicherheitsbedingungen stattfinden.

Während der Veranstaltung erhielten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrkräften zunächst eine Einführung in die Funktionsweise des autonomen Shuttles. Dabei wurde erläutert, wie Sensoren, Kameras, GPS-Systeme und intelligente Software zusammenarbeiten, um das Fahrzeug sicher durch die Umgebung zu navigieren. Auch Themen wie künstliche Intelligenz, Hinderniserkennung, Bremsassistenz und redundante Sicherheitssysteme wurden altersgerecht erklärt. Im Anschluss daran durften die Klassen in Kleingruppen selbst im Shuttle mitfahren und die automatisierte Fahrt erleben.

Die Strecke auf dem Gelände des Kraichgauheims war speziell für den Testbetrieb vorbereitet. Sie umfasste typische Verkehrssituationen wie Kurven, Baustellen, Haltepunkte und Begegnungsbereiche, die das Fahrzeug eigenständig bewältigte. Während der gesamten Fahrt befand sich zusätzlich geschultes Fachpersonal an Bord, das den Betrieb überwachte und im Bedarfsfall eingreifen konnte. Zudem wurden Geschwindigkeit und Fahrverhalten bewusst moderat gehalten, um ein besonders sicheres und ruhiges Fahrerlebnis zu gewährleisten. Das eingesetzte Shuttle verfügt über ein umfassendes Sensorsystem, das seine Umgebung permanent überwacht. Erkennt das Fahrzeug ein Hindernis oder eine unerwartete Situation, reduziert es automatisch die Geschwindigkeit oder kommt vollständig zum Stillstand.

Für die Kinder und Jugendlichen der RSBS war die Testfahrt ein besonderes Erlebnis. Viele zeigten sich beeindruckt davon, wie ruhig und präzise das Shuttle fährt. Besonders spannend fanden die Schülerinnen und Schüler, dass das Fahrzeug ohne Lenkradbewegungen eines Fahrers selbstständig beschleunigt, bremst und Kurven nimmt. Neben dem praktischen Erlebnis bot die Veranstaltung auch einen pädagogischen Mehrwert: Die Klassen konnten sich mit Zukunftstechnologien, nachhaltiger Mobilität und den möglichen Veränderungen im öffentlichen Verkehr auseinandersetzen.

Auch seitens der Schulleitung wurde die Teilnahme positiv bewertet. Schulleiter Herr Manuel Schwarz, der selbst an der Testfahrt teilnahm, fasst diesen Lerngang zusammen: „Die Verbindung von Technik, Innovation und realer Anwendung ermöglicht einen anschaulichen Zugang zu Themen wie Digitalisierung und Mobilität der Zukunft. Gleichzeitig stärkt das Projekt das Interesse unserer Schülerinnen und Schüler an technischen Berufen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen.”

Mit der „Fahrt in die Zukunft“ wird deutlich, welches Potential autonome Shuttles künftig für Kommunen haben können – etwa als flexible Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr, für kurze Verbindungsstrecken oder zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum. Die Testfahrten in Bad Schönborn leisten somit einen wichtigen Beitrag zur praktischen Erprobung dieser Technologie.

Für die Realschule Bad Schönborn bleibt die Teilnahme ein eindrucksvolles Erlebnis: Sechs Klassen konnten erleben, wie sich Mobilität in den kommenden Jahren verändern könnte – sicher, innovativ und vollständig automatisiert. Zukunftstechnologie ist damit längst keine Vision mehr – sie ist bereits heute erlebbar!